Mitgliedschaften
Unsere Gründe für den Ausstieg bei Fairtrade

Sehr geehrte Geschäftsfreunde, liebe Kundinnen und Kunden,
die Marke TransFair wurde 1992 gegründet, um den fairen Handel über uns kleine Kaffeeröster zu fördern, publik zu machen und um dem Billigpreiskampf der großen Marken, zulasten der Kleinbauern in den Anbaugebieten, entgegen zu wirken.
1993 traten wir enthusiastisch der TransFair-Bewegung bei, weil wir deren Ziele voller Überzeugung teilten:
- Auch wir wollten bessere Lebens- und Handelsbedingungen für Menschen aus Drittländern schaffen
- Die Solidarität mit den Kleinbauern ist uns ein wichtiges Anliegen
- Nicht nur Profitdenken sollten die Maxime unseres Handelns sein
- Werte wie Qualität, Gesundheitsbewusstsein, Fairness, Nachhaltigkeit und Transparenz sind
existenzielle Bestandteile unserer Firmenphilosophie
Unser edles Produkt „Kaffee“ sollte in seiner Güte, seiner Vielfalt und Frische gestärkt werden. Wir wollten es nicht den Lebensmittel-Großkonzernen und Discountern als Massenware überlassen.
Seit 2006 ermöglicht TransFair Deutschland, Kaffee auch über die Discounter zu verkaufen, die die Ursache für den Preiskampf und somit auch verantwortlich für die Unterbezahlung der Kaffeebauern sind. Zudem verschlingt die Organisation immer mehr Gebühren für die Bürokratie und Verwaltung
der Marke Fair Trade. Beim Lizenznehmertreffen von TransFair im September 2008 in Köln wurde uns mitgeteilt, dass nicht nur die Firma Lidl seit 2006, sondern nun auch Aldi, Tchibo und Nestle Mitglieder geworden sind. Für uns hat damit TransFair Deutschland die gemeinsame Philosophie und Geschäftsgrundlage verlassen. Wir sahen uns daraufhin gezwungen, die 15 jährige Mitgliedschaft der Firma Hagen Kaffee Heilbronn bei TransFair aufzukündigen.
Wir werden Ihnen jedoch selbstverständlich auch in Zukunft fair gehandelten Kaffee, mit und ohne BIO-Siegel und in gewohnter HAGEN-Qualität, gemahlen oder ungemahlen, röstfrisch, ökologisch verpackt, auf schnellstem Weg und in unseren Ladengeschäften, liefern. Für unsere Kunden ändert sich somit nichts.
In Kooperation mit der Deutschen Röstergilde, deren Gründungsmitglied wir sind, werden wir Ihnen ein nachhaltiges, seriöses Siegel bieten, das glaubwürdig, für Sie überprüfbar ist und unserer Firmenphilosophie entspricht.
Für Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung!
Mitgliedschaften
Wir sind Mitglied bei folgenden Organisationen:
Deutsche Röstergilde

Die „Deutsche Röstergilde e. V.“ ist ein Zusammenschluss
der Kaffee-Spezialitätenröstereien mit dem Güte- und
Qualitätssiegel „Certifiziert“.
Qualität
Gesundheit
Fairness und Nachhaltigkeit
Transparenz
sind Kriterien unseres neu gegründeten Verbandes.
SCAE
In der SCAE begegnen Sie anderen professionellen Kaffee-Enthusiasten: Kaffeebar-Betreiber, Spezialitätenröster, Kaffeebar-Ausrüster, Importeure etc.. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern verbessern Sie Ihre Position im Markt: durch Kooperation bei Mitarbeiterschulung, Kunden-Information und lokaler/regionaler PR. Wachsende Sicherheit und damit auch Freude im Umgang mit Speciality Coffee führt zu zunehmender Freude und Loyalität bei den Kunden. Die regionalen und nationalen Veranstaltungen – von SCAE-Mitgliedern für Mitglieder und Interessenten organisiert - sind auch Treffpunkte für Kaffee-Enthusiasten auf dem Weg zu ihrem Ziel.
In Deutschland hat sich die SCAE als Plattform für alle Kaffee-Enthusiasten etabliert. Mit einer breit angelegten Qualitätsoffensive begegnet die SCAE der wachsenden Begeisterung für Speciality Coffee. Grundlage ist die gemeinsame Qualitätsverpflichtung – Instrumente sind Schulung & Öffentlichkeitsarbeit. Die deutschen Mitglieder der SCAE – und hier besonders die Kaffeebar-Betreiber und Spezialröster – wollen sicherstellen, daß der kaffeebegeisterte Konsument in allen größeren deutschen Städten Speciality Coffee genießen kann.
VORBILD und ANSPORN für die SCAE ist die nordamerikanische SCAA (Specialty Coffee Association of America). Mit Enthusiasmus, Hingabe, Offenheit, Fähigkeiten in Organisation/Schulung/Marketing und großem Durchhaltevermögen haben die Mitglieder der SCAA am nordamerikanischen Markt Speciality Coffee durchsetzen können. Unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen den gewachsenen Kaffeekulturen in den USA, in Deutschland und den anderen europäischen Ländern will die SCAE in Deutschland die Besten in einem gemeinsamen Verband zusammenbringen. Die Mitglieder der SCAE bilden ein Forum für Informationsaustausch und Schulungsförderung für die neue Welt des Spezialitäten Kaffee.
Slow Food
Slow Food ist heute in 35 Ländern der Welt vertreten. Mehr als 70.000 Mitglieder setzen sich dafür ein, dass regionale kulinarische Kulturen und Traditionen bewahrt und belebt werden.In Deutschland engagieren sich immer mehr Feinschmecker, kritische Verbraucher, Produzenten, Gastronomen und Händler für regionale Gerichte und naturschonende Produktionsweisen.
Heute: 4500. Tendenz: steigend. Denn immer mehr Menschen erkennen: Genuss macht Lebenslust. Die Slow Food-Bewegung wurde 1986 in Italien gegründet, hat sich aber schon 1989 auf einem Kongreß in Paris zu einer internationalen Bewegung ausgeweitet. In Deutschland wurde Slow Food 1992 gegründet. Damals mit 150 Gründungsmitgliedern. Heute hat Slow Food Deutschland mehr als 4500 Mitglieder. Stetig werden es mehr. Slow Food Mitglieder in Deutschland sind - qua Satzung - auch Mitglieder von Slow Food International. Damit bildet Slow Food auch ein großes internationales Netzwerk. Slow Food ist nicht einfach eine Gegenbewegung zu Fast Food. Die Organisation will vor allem eines: dem menschlichen Rhythmus gegenüber dem Maschinentakt und der Computergeschwindigkeit wieder Geltung verschaffen. Statt internationaler Angleichung in allen Lebensbereichen will Slow Food eine Kultur stärken, die die Individualität des Menschen betont. Die regionalen kulinarischen Kulturen spielen deswegen bei Slow Food eine wesentliche Rolle. Sie zu erkunden, sie neu zu beleben und zu stärken ist eine wichtige Aufgabe. All das ohne falschen missionarischen Eifer. Im Mittelpunkt steht der Genuß. Weil jeder Mensch ein Anrecht darauf hat, nennt sich die internationale Slow Food Bewegung auch "Bewegung zur Wahrung des Rechts auf Genuss". Slow Food verbindet das Regionale mit dem Internationalen. Nationale Grenzen spielen dabei keine Rolle, dürfen es nicht.


