Kaffeezubereitung
Aufbrühen
Die Brühmethode hat die längste Tradition. Sie entspricht auch dem Verfahren, die in der Kaffeebranche heute beim Probieren angewendet wird. Der Kaffee wird in einer Kanne mit kochendem Wasser übergossen. Er muß anschließend "ziehen" und zwar ca. 5 - 10 Minuten. Danach wird das Getränk über ein Sieb oder einen Filter abgegossen. Die Ziehzeit beeinflußt den Geschmack, je länger die Ziehzeit um so höher die Extraktausbeute aber auch die Gefahr, daß das Getränk bitter schmeckt. Deshalb ist der Beachtung der Ziehzeit bei diesem Verfahren die größte Bedeutung zuzuschreiben.
Aufkochen
Genauso wie die Brühmethode hat das Kochverfahren vor allem im Haushalt eine lange Tradition. Der Unterschied: Die Brühmethode wird in ein kurzes Aufkochen abgewandelt. Bei der Mokka-Methode wird staubfein gemahlener Kaffee verwendet, Dosierung ca. 8 - 10 g auf 100 ml Wasser. Als Gefäß wird ein sogenannter "Ibrik", ein Kupfer- oder Messingkännchen, das innen verzinkt ist, verwendet. Es wird mit kaltem Wasser gefüllt, das Kaffeemehl und mehrere Löffel Zucker werden zugegeben und das Wasser zum Kochen gebracht. Wichtig: Das Wasser muß dreimal kurz aufkochen. Bei der orientalischen Zubereitungsmethode wird der Satz ganz oder teilweise mitgetrunken.
Filterverfahren
Aufgrund der Nachteile, die bei der Nichtbeachtung der Ziehzeit entstehen, ist die Filtermethode entstanden. Zunächst wurde mit einem Filterbeutel aus Textilmaterial (der jedoch trotzdem nach dem Durchgießen des Wassers noch im Getränk verblieb) versucht, den Satz vom Kaffeegetränk zu trennen. Mehr aus dem Getränk herausgehoben war der Beutel, wenn man ihn in einen gelochten Trichter aus Blech oder Keramik einlegte, den man in die Kannenöffnung einsetzen konnte. Dadurch waren die Filteraufsätze ganz aus dem Getränk gehoben. Beim Karlsbader Filter wurde schließlich völlig auf Metallteile verzichtet. Er ist ein Außenfilter aus Porzellan.
Papierfilter
Erst mit Hilfe des Papierfilter gelang es, die wichtigsten Probleme zu lösen. Das Filtern von Kaffee wurde 1908 von Melitta Benz in Dresden bekannt. Die Vorteile des Papierfilters: Einmalbenutzung, Geringer Preis,Zuverlässige Zurückhaltung, Klares Getränk, leichte Satzbeseitigung. Ab 1937 gab es dann genormte Filtergrößen für die entsprechenden Filtertüten.
Italienische Espressokanne
Die Kanne besteht aus drei Teilen. In den unteren Teil kommt kaltes Wasser. Dann wird der Filtereinsatz (mittleres Teil) mit feingemahlenem Espresso eingesetzt und obenauf mit dem Auffangbehälter abgeschlossen. Die Kanne wird auf die Heizquelle gestellt. Weil der entstehende Druck nicht entweichen kann, drückt er das heiße Wasser über das Steigrohr nach oben und wird durch den im Filtereinsatz gelegenen Kaffee weiter nach oben in das Auffangkännchen gedrückt. Leider entsteht bei dieser Methode durch den zum Teil überhöhten Druck eine Temperatur von über 100°C, zum Leidwesen des Kaffees.
Haushalts-Kaffeemaschinen
Sie setzen sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: Wasserbehälter Gehäusedeckel Wasserbrücke Filter Glaskrug Der Unterschied gegenüber dem manuellen Aufguß liegt im Prinzip nur in der automatischen Wassererhitzung und -förderung bei Beibehaltung der Qualitäts- und Handlingsvorteile.
Espressomaschinen
Espresso bedeutet so viel wie "schnell" und "unter Druck". Trotz seiner kräftige Farbe gilt Espresso als besonders magenfreundlich, denn bei seiner intensiven Röstung geht ein Teil der Reizstoffe verloren. In den teilweise vollautomatischen Espressomaschinen wird der Espresso-Kaffee mit Druck (am besten zwischen 8 - 15 bar) durch Siebe "gepreßt". Durch das Kurzbrühverfahren werden die magenbelastenden Gerbstoffe oder ätherischen Öle nur zu einem geringen Teil ausgeschwemmt. Wenn man jetzt noch eine Dampfdüse an seiner Espressomaschine hat, kann man, indem man fettarme Milch mit Dampf aufschäumt, einen köstlichen Cappuccino zubereiten. Dieser
